Der Sammelerlös bleibt der Region voll erhalten

Lions haben zunehmend mit Konkurrenz zu kämpfen - Für Präventionsprojekt und den Umweltschutz

GUNZENHAUSEN (en) - Die „Gewerblichen" machen dem Lions-Club Gunzenhausen zu schaffen. Fast immer, wenn eine Sammlung der gemeinnützig tätigen Organisation ansteht und dies öffentlich bekannt gegeben wird, grasen im Vorfeld bereits andere Kräfte die Stadt und die umliegenden Ortschaften ab, um mit dem Sammelgut Gewinn zu erzielen, sei es mit Altkleidern oder - wie jüngst - mit getragenen, aber noch brauchbaren Schuhen.

„Das tut uns schon ein bisschen weh", sagte Jürgen Böhm, der Activity-Beauftragte der örtlichen Lions, gegenüber unserer Zeitung. Er appellierte, lieber auf die Lions-Termine zu warten, denn schließlich komme der Erlös in vollem Umfang wieder der heimischen Bevölkerung zugute. Böhm nannte in diesem Zusammenhang vor allem das Projekt „Klasse 2000" zur Sucht- und Gewaltprävention. Zudem stellten die Lions Geld für umweltschützerische Aktivitäten zur Verfügung und unterstüzten das Projekt „Sight first" zugunsten blinder Mitmenschen.

Trotz der Konkurrenz konnte sich das Ergebnis der zum zweiten Mal durchgeführten Schuhsammlung zugunsten des Lions-Hilfswerks Gunzenhausen-Wassertrüdingen durchaus sehen lassen. Die Beteiligten rechnen wieder mit einem Erlös von mehreren tausend Euro. Die Aktion, kündigte Böhm an, wird im kommenden Jahr in der Zeit nach der Kirchweih wiederholt. Er verwies außerdem auf die jährliche Altklei­dersammlung, die in gewohnter Weise wieder im März nächsten Jahres über die Bühne gehen wird.

Bei der Schuhsammlung waren -rund 50 Helfer im Einsatz - unter ihnen auch Lions-Präsident Karl-Heinz Fitz, der wie Böhm allen Beteiligten und Spendern für ihre Unterstützung dankte. Die Sammel-Teams waren in der Gunzenhäuser Kernstadt sowie in Frickenfelden, Unterasbach und Schlungenhof unterwegs. In die Aktion einbezogen waren überdies die Ortschaften Muhr am See, Oberasbach, Heidenheim. Hohentrüdingen und Hechlingen am See. Als Verladeorte dienten der Gunzenhäuser Schießwasen und der Platz vor der Alten Turnhalle in Heidenheim. Dort konnte gebrauchtes Schuhwerk auch direkt abgegeben werden.

Für gute Zwecke die Ärmel hochgekrempelt Foto: Neidhardt

Für gute Zwecke die Ärmel hochgekrempelt: Activity-Beauftrager Jürgen Böhm und Präsident Karl-Heinz Fitz (Erster und Zweiter von links) mit einigen der über 50 Helfer. Foto: Neidhardt

Die Sammelfahrzeuge wurden vom Malerbetrieb Barthel (Gunzenhausen), dem Baugeschäft Schmidt (Dittenheim) und der Schreinerei Wiedmann (Windsfeld) bereitgestellt. Unterstützung kam auch von der Stadt Gunzenhausen und der Marktgemeinde Heidenheim. Die Verteilung der Sammelsäcke hatten Jugendliche des Gunzenhäuser Bezzelhauses übernommen.

(mit freundlicher Genehmigung des © ALTMÜHL-BOTE, GUNZENHAUSEN, 24.09.2007)

Zurück