Eine gelungene Renaturierung

Eine gelungene Renaturierung
SPD-Europapolitikerin Kerstin Westphal informierte sich über Steingraben-Projekt
GUNZENHAUSEN - Auf Einladung der SPD-Landtagsabgeordneten Fraktionsvorsitzenden Christa Naaß besuchte Kerstin Westphal erstmals in ihrer Funktion als SPD-Europaabgeordnete den LandkreisWeißenburg- Gunzenhausen. Die Schweinfurterin vertritt seit Mai letzten Jahres die drei fränkischen Bezirke im Europäischen Parlament.

Erstes Ziel im Landkreis war die "Steingrabenachse" zwischen Laubenzedel und Büchelberg. Hier wurden seit vielen Jahren unter Federführung des Landschaftspflegeverbands zu den bereits vorhandenen Flächen weitere Grundstücke dazugekauft, um dort einen zusammenhängenden Nahrungsraum für den Weißstorch und für Wiesenbrüterarten zu schaffen. "Bis zu einer kompletten Achse zwischen Steingraben und Altmühlsee fehlen nur noch wenige Teilstücke", erläuterte der Gunzenhäuser Bürgermeister Joachim Federschmidt die weitere Planung. Die Stadt Gunzenhausen arbeitet bei diesem Projekt eng mit dem Landschaftspflegeverband zusammen und wird finanziell wie ideell durch die Wildlandstiftung unterstützt. "Ohne die beteiligten Landwirte, die zum Beispiel die Flächen entsprechend den Vorgaben mähen, wäre ein Projekt in dieser Größenordnung kaum möglich", fasste Federschmidt zusammen.

"Ich bin selbst ganz begeistert", resümiert Klaus Fackler vom Landschaftspflegeverband Mittelfranken nach dem Besuch des Renaturierungsgebiets mit den Abgeordneten Westphal und Naaß, Bürgermeister Joachim Federschmidt sowie einigen Stadträten und sonstigen Kommunalpolitikern. Die Kiebitzpopulation im Steingraben sei erstaunlich groß. Der Kiebitz gehört in Deutschland zu den streng geschützten Arten nach dem Bundesnaturschutzgesetz.Der"Steingraben" soll auch ein Lebensraum für Weißstörche sein. "Störche sind klassische Sympathieträger. Dort, wo Störche sind, stehen Flora und Fauna in Einklang", skizzierte Joachim Federschmidt die Bedeutung des Vogels. Der Erfolg des Renaturierungsprojekts "Am Steingraben" lasse sich sehr einfach deutlich machen: Bereits im zweiten Jahr brüten die Störche in Laubenzedel erfolgreich.

Ein weiteres Anliegen des Bürgermeisters ist die Verbindung von Umweltschutz und Tourismus: "Durch eine stärkere Vernetzung könnte man beide Bereiche hier im Altmühltal aufwerten.

Mit Blick auf die momentan laufenden Verhandlungen des nächsten EU-Förderintervalls ab 2013 versprach die Europaabgeordnete Kerstin Westphal, sich dafür einzusetzen, dass die europäischen Agrarumweltprogramme und die Grundlage des bayerischen Landschaftspflegeprogramms (EU-Verordnung über den Erhalt des natürlichen Erbes) weiter ausgebaut werden. Hierfür laufen heuer die Verhandlungen, nächstes Jahr werden sie auf europäischer Ebene beschlossen.

(mit freundlicher Genehmigung des © ALTMÜHL-BOTE, GUNZENHAUSEN, 22.05.2010)

Beim Ortstermin am "Steingraben" zwischen Laubenzedel und Büchelberg: Landwirt Herbert Gutmann mit Tochter, Stadtrat Alfred Pfeil, Klaus Fackler vom Landschaftspflegeverband, Stadtrat Oskar Rohrmann, Bürgermeister Joachim Federschmidt, Europaabgeordnete K

Zurück