Große Sammelaktion der Lions in Stadt und Land

Eingespielte Truppe
Große Sammelaktion der Lions in Stadt und Land

GUNZENHAUSEN (dre) – Es gibt einen fixen Termin im Jahreslauf, eine gut eingespielte Mannschaft aus jungen und älteren Personen und einen klaren Auftrag: Altkleider und -schuhe sammeln und verkaufen und mit dem Erlös gute Taten in der Heimat tun. So geschah es auch am Samstag in Gunzenhausen und Umgebung, in Wassertrüdingen und im Raum Treuchtlingen. Die Lions waren wieder unterwegs und dankbar, dass ihnen die Bevölkerung auch diesmal so viel „Ware“ zur Verfügung stellte.

Ab 8 Uhr sammelten die vielen fleißigen Helfer die bereitgestellten Säcke ein. Richtig rund ging es nach 9.30 Uhr, als auf dem Schießwasen die Kleider und Schuhe entgegengenommen wurden. Klaus Seeger, Präsident des Lions-Clubs Gunzenhausen-Wassertrüdingen, und sein Activity-Beauftragter Thorsten Schneid hatten alles mustergültig vorbereitet, sodass die Aktion, die sich bis in den Nachmittag erstreckte, wie am Schnürchen lief. Am Anfang war es noch schneidend kalt, später hatten sich alle warmgearbeitet, und bei kühlem Ostwind ließ sich sogar die Sonne blicken. Immerhin blieb es trocken.

19 Jugendgruppen – von Merkendorf über Muhr und Laubenzedel bis nach Unterwurmbach, Wald, Cronheim, Heidenheim und Westheim, um nur einige zu nennen – zeigten wieder prächtiges Engagement. Sie hatten die Säcke in den einzelnen Orten des Altlandkreises verteilt und luden sie nun auf die Transportfahrzeuge. Mit von der Partie waren außerdem Stephani-Mittelschüler, ein Team des Bezzelhauses, die Jugendgruppe der Gunzenhäuser Feuerwehr und das örtliche THW. Alles in allem waren am Samstag rund 250 ehrenamtliche Helfer auf den Beinen, schätzte Thorsten Schneid. Der Lions-Vorstand kümmerte sich darum, dass die Jugendgruppen auch einen finanziellen Obolus erhielten und THW und FFW nicht vergessen wurden.

Das Rote Kreuz stellte ein Verpflegungszelt auf. Mitglieder des Lions-Clubs und ihre Frauen beteiligten sich in gewohnter Manier bei der eigentlichen Sammelaktion und sorgten zudem für Speisen und Getränke. Die Metzgerei Arnold und die Bäckerei Kleeberger trugen das Ihre dazu bei, dass keiner Hunger zu leiden brauchte. Überhaupt können sich die Lions auf die lokale Wirtschaft verlassen. Mehrere Firmen hatten wieder Transportfahrzeuge zur Verfügung gestellt.

Eine feste Mannschaft steht auch jedes Jahr in Wassertrüdingen und am Hesselberg bereit. Auch dort legten sich einige Jugendgruppen und die „Lions“ selbst ins Zeug. Es waren wohl rund 35 Helfer in der Wörnitzstadt zugange.

Darüber hinaus führte auch der benachbarte und befreundete Lions-Club Altmühltal die Sammelaktion für seinen Bereich durch. Hier zeichnete sich Präsident Christian Schäble verantwortlich. Die logistische Vorarbeit hatte auch hier zum großen Teil Thorsten Schneid übernommen. Ihm wurde im Verlauf des Samstagmorgens berichtet, dass sich „Fremdkräfte“ eine Scheibe an der Lions-Aktion abschneiden wollten. So wurden in Merkendorf und Muhr Autos mit osteuropäischem Kennzeichen gesichtet, deren Insassen sich Lions-Säcke schnappten und damit Richtung Autobahn davonfuhren. Das Gros der Kleider und Schuhe kam indes ordnungsgemäß auf dem Schießwasen zusammen und wurde nach Dittenheim zur Firma Metz gebracht, um dort gewogen zu werden. Für alles Weitere hatten die Lions ihren bewährten Partner, die Verwertungsfirma Wittmann aus dem niederbayerischen Geisenhausen, beauftragt. Das Sammelgut wird nun nach Polen gebracht, genau sortiert und dann wohl in alle Welt transportiert. Wittmann bedient sich dafür weiterer Firmen. Thorsten Schneid geht davon aus, dass Kleider und Spende letztlich bei den Bedürftigen ankommen werden, der größte Teil wohl in Afrika. Letztlich müssten sich die Lions auf die Seriösität der Verwerter verlassen. Zur Firma Wittmann habe man auf jeden Fall dieses Vertrauen.
Der Erlös der Altkleider­und Schuhsammlung werden die regionalen Lions-Hilfswerke auch heuer Projekten und Einrichtungen in ihrem Gebiet zukommen lassen.

Die Aussichten, dass aus der Sammelaktion ein namhafter Betrag hervorgeht, sind gut. Die Preise für Altkleider sind gestiegen, und zwar kontinuierlich in den letzten vier Jahren.

Die Lions-Aktiven aus Gunzenhausen, Wassertrüdingen und Treuchtlingen konnten sich auch in diesem Jahr auf die Mithilfe vieler junger Helfer aus zahlreichen Orten verlassen.

(mit freundlicher Genehmigung des © ALTMÜHL-BOTE, GUNZENHAUSEN, 25.03.2013)

Zurück