Nahrung für den Storch

Biotop zwischen Laubenzedel und Büchelberg geschaffen

- Gemeinsames Projekt mehrerer Stellen - A. Engelmaler als Initiator
Bürgermeister Gerhard Trautner besichtigte mit Karlheinz Lechler, Klaus Fackler, Anton Burnhauser, Odo Wieding und Initiator Alfred Engelmaier das neue Nahrungsbiotop für den Weißstorch:
GUNZENHAUSEN (hk) - Neben der (Kreisstraße Laubenzedel-Büchelberg ist entlang des Steingrabens ein Biotop entstanden. Es dient als Nahrungs-quelle für den Weißstorch sowie für Wiesenbrüter und andere Vogelarten, Sie sollen hier neben Fröschen auch vielerlei Insekten finden.

Die Initiative zum Bau des 1,5 Hektar großen Biotops kam von Alfred Engelmaier vom Lions Club Gunzenhausen. Gemeinsam mit der Stadt Gunzenhausen, dem Landschaftspflegeverband, dem Wasserwirtschaftsamt und dem Landesbund für Vogelschutz wurde das Projekt mit Fördermitteln aus dem Natur-Fonds des Freistaats Bayern und einer Spende der Lions realisiert. An Kosten waren 58 000 Mark veranschlagt. Letztlich müssten aber nur 40 000 Mark investiert werden.

Klaus Fackler vom Landschaftspflegeverband stellte im Beisein von Bürgermeister Gerhard Trautner und Vertretern der am Bau und Finanzierung beteiligten Behörden und Ämter. Karlheinz Lechler (Vorstandsmitglied im Bund Naturschutz), Helmut Lang (Lions Club), Oda Wieding (Landesbund für Vogelschutz) sowie Anton Burnhauser (Arbeitsgruppe Weißstorch) die Baumaßnahme vor. Ziel war und ist es, den Storchenbestand in Laubenzedel und Muhr am See zu verbessern, sagte der Referent.

Mit dem Bau des Biotops wurde im vergangenen Jahr begonnen. Es stellt mit seinen Flachwasserzonen besonders für den Weißstorch eine wichtige Nahrungsquelle dar. Rund 4000 Kubikmeter Erde wurden bewegt, um das in die Landschaft eingebettete Biotop zu gestalten.

Anton Burnhauser von der Weißstorchgruppe bezeichnete die Renaturierungsmaßnahme als „gelungen". Es sei ein beispielhaftes Biotop entstanden. Die Lage sei optimal. Der Sprecher appellierte, sich nicht auf dem Erreichten auszuruhen, sondern die Chance zu nutzen, ähnliche landschaftliche Strukturen in der Gegend um Laubenzedel und darüber hinaus zu schaffen.

Auf die erforderlichen Grundstücksverhandlung ging Bürgermeister Gerhard Trautner ein. Seinen Dank richtet er an die früheren Grundstückseigner, die trotz der schwierigen Situation in der Landwirtschaft Flächen zur Verfügung stellten. Das Stadtoberhaupt fand anerkennende Worte für die Fertigstellung des Biotops. Besonders lobte er die Initiative von Alfred Engelmaier, den er als „treibenden Motor" der Maßnahme bezeichnete.

Joachim Federschmidt von der Un­teren Naturschutzbehörde am Landratsamt beleuchtete die ökologische Funktion der Aue am Steingraben. Hier sei ein idealer Lebensraum nicht nur für den Weißstorch, sondern auch für wiesenbrütende Vogelarten wie der Große Brachvogel entstanden. Er ging auch auf die bestehenden Bewirtschaftungsvereinbarungen im Rahmen des bayerischen Naturschutzprogramms ein. Demnach erhielten die betroffenen Landwirte ein Vertragsentgelt von jährlich rund 16 000 Mark.

(mit freundlicher Genehmigung des © ALTMÜHL-BOTE, GUNZENHAUSEN, 26./27.05.2001)

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